Get Adobe Flash player

Was ist Coaching?

Professionelles Coaching konzentriert sich auf die „Hilfe zur Selbsthilfe“. Der Coach darf also weder als Lehrer oder Trainer, noch als Berater in Erscheinung treten.

In der Unternehmenspraxis ist es oftmals schwierig, Sinn und Zweck des Coachings zu erkennen. Viele Unternehmen verwechseln Coaching mit Training oder Beratung, und auch die selbst ernannten Coaches wissen im Regelfall nicht, welche Bedeutung das Coaching genießt. Die wenigsten Coaches können schließlich ein psychologisches oder pädagogisches Studium vorweisen.

Coaching ist jedoch eine pädagogische und vor allem psychologische Methodik, um dem Coachee bzw. Klienten eine Plattform zu bieten, seinen eigenen Lösungsansatz zu entwickeln. Professsionelle Coaches verstehen sich somit nicht als Ratgeber, die ihre subjektiven Erfahrungen als Grundlage ihrer „Tipps“ verkaufen, und vermeiden bewusst eine eigene Meinung und Bewertung.

Der Berufstitel „Coach“ ist gesetzlich nicht geschützt und benötigt bislang leider keine fundierte Berufsausbildung oder den Nachweis eines wissenschaftlichens Studiums. Dies macht es den Betrieben schwer, seriöse Coaches mit berufspädagogischen Hintergrund von unprofessionellen Quereinsteigern und gescheiterten Fach- oder Führungskräften zu unterscheiden. Selbst die durch Berufsverbände ausgestellten Zertifikate lassen im Regelfall eine Professionalität vermissen, da die Zertifikate vorrangig an Mitgliedsbeiträge und Pflichtseminare gekoppelt sind. Die Verbände stellen ihre eigenen Qualitätskriterien oftmals sogar über einschlägige Fortbildungen gemäß Berufsbildungsgesetz (BBiG) und Hochschulstudiengänge, was durchaus als zweifelhaft betrachtet werden darf, vor allem dann, wenn Quereinsteiger und/oder Fachfremde die berufsständischen Qualitätskriterien verabschieden (was ein generelles Problem der aktuellen Qualitätsmanagementpraxis darstellt).

Viele Coaches werben mit einer konkreten Methodik nach X oder Y. Hier empfiehlt es sich eine besondere Skepsis, da es für keine Coaching-Methode – wie für alle anderen Vorgenensweisen auch – eine wissenschaftliche Bestätigung der Validität gibt. Jeder seriöse Coaching- und Fortbildungsprozess beginnt mit der Adressatenanalyse. Die Wahl der Methodik ist immer erst der dritte und niemals der erste Schritt.

Wenn Sie auf der Suche nach einem professionellen Coach sind, empfiehlt es sich immer, den pädagogischen Background zu recherchieren. Hier sollten eindeutige Berufsitel (Bachelor, Master, Fachkaufmann, Fachwirt) erkennbar sein und keine Ansammlung nichtssagender Zertifikate auffällig werden. Eine einschlägige Berufserfahrung im Fachbereich ist unabdingbar.